Torhaus Poppitz

Poppitz und der ehemalige Gruhl Hof

Das Dorf

Ortschild Poppitz
Willkommen in Poppitz

Poppitz befindet sich in den nördlichen Ausläufern des Mittelsächsischen Lößhügellandes. Diese Gegend ist sehr fruchtbar, und so wurde hier schon über Jahrtausende hinweg Ackerbau betrieben. Große Gehöfte zeugen vom einstigen Reichtum der Gegend und prägen heute noch die Dörfer. Unser ehemaliger Vierseithof ist solch ein markantes Ensemble in dem kleinen Rundweiler Poppitz. Aufgrund seiner dominanten Gestalt und des noch erhaltenen Torhauses wurde der Hof als ortsprägendes Ensemble in die Sächsische Denkmalliste aufgenommen.

Poppitz von Süden
Poppitz von Süden aus gesehen

Poppitz ist ein Ortsteil der Stadt Mügeln im Landkreis Nordsachsen mit 14 Einwohnern und wurde 1350 erstmals als Popuwicz erwähnt. 1821 brannte das ganze Dorf bis auf ein Gebäude nieder.

Der Hof

Nach dem Dorfbrand wurden bis 1823 unser Wohnhaus und die Scheune wieder aufgebaut. Es folgten bis etwa 1880 der Stall und das Torhaus. Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts wurden noch größere Anbauten am Stallgebäude vorgenommen.

Torhaus Nordseite
Blick über den Hof auf das Torhaus

Heute stehen noch drei Seiten des ehemaligen Vierseithofes: das Wohnhaus im Westen der Anlage, das straßenseitig im Süden stehende Torhaus und die Stall- und Nebengebäude auf der Ostseite. Die große zweigeschossige Scheune, die den Hof nach Norden hin begrenzte, ist in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts eingestürzt. Von ihr zeugen noch die Reste der Grundmauern. Heute befinden sich in den Gebäuden unsere Wohnungen, die Ferienwohnung, die Galerie Hof Poppitz und ein Landschaftsarchitekturbüro.

Die Rutsche im Hof
Die Rutsche in der ehemaligen Scheune

Der Hof befand sich 1990 in einem sehr schlechten baulichen Zustand und musste von Grund auf instand gesetzt werden. Bei der Sanierung achteten wir darauf, den Charakter der Gebäude soweit es ging, zu belassen. Daher wurden die Wohnungen mit Innendämmung aus Holzleichtlehm bzw. Holzfaserplatten versehen. Die Fenster bekamen wieder ihre ursprünglichen Zuschnitte und sind untergliedert. Die Aufteilung der Räume wurde nahezu beibehalten. Wo Neues notwendig war, zum Beispiel die Abtrennung des Treppenaufgangs in der Ferienwohnung, wurden bewusst neue Materialien verwendet.
Dieses Konzept fand auch Anerkennung durch die Jury des Sächsischen Landeswettbewerbs für Ländliches Bauen 2011, der das Wohnhaus zusammen mit der Anlage des Hausgartens auszeichnete.

Das Außengelände

Die Hofstelle ist umgeben vom Hausgarten, einer kleinen Pferdekoppel, einer Streuobstwiese und einer zweiten, verwilderten Streuobstwiese. Der Hof mit Rutsche und Schaukel und der verwilderte Bereich mit Weidenhaus und Affenschaukel eignen sich hervorragend zum Spielen für Kinder, oder um sich im Freien aufzuhalten und die Ruhe zu genießen.

im Weidenhaus
Im Weidenhaus

Der Hausgarten ist als Bauerngarten angelegt. Oberhalb einer hohen Stützmauer thront er förmlich über dem Dorf. Den Kernbereich bilden vier mit niedrigen Buchshecken eingefasste Beetflächen für Kräuter, Gemüse, Salat und Erdbeeren. Außen herum wachsen entlang des Zaunes Beerensträucher und Stauden, die zu jeder Jahreszeit verschiedene Blühakzente setzen.

Im Garten
Der Bauerngarten

Um das Dorf herum

Poppitz ist umgeben von Feldern, Obstplantagen und kleinen Waldstücken an den Hängen der Täler. Die Landschaft ist leicht hügelig. Kleine Straßen verbinden die Dörfer und laden zum Fahrradfahren ein, auch wenn man die Hügel dabei nicht unterschätzen sollte. Durch die ruhige Lage lassen sich hier viele Vögel entdecken und hören. In wolkenlosen Nächten spannt sich ein dunkler Himmel über das Dorf, der voll ist mit Sternen und die Milchstraße sichtbar werden lässt.

Landschaft um Poppitz
Die Flur bei Poppitz

Im Döllnitztal hinter dem Ort fährt die Schmalspurbahn "Wilder Robert". Die Strecke gehört zu den Resten des einst weit ausgedehnten Mügelner Netzes. Die Bahn ist ein Zeugnis des einstigen Reichtums und der Fruchtbarkeit unserer Gegend, wurde sie doch vor allem durch die Landwirtschaft genutzt. Ihre Hauptaufgabe bestand im Transport der Rüben während der Ernte zu den Zuckerfabriken in Oschatz und Döbeln. Heute verkehrt der "Wilder Robert" noch im Personennahverkehr und an manchen Wochenenden als Traditionsfahrt mit Dampfzügen.

Zug im Döllnitztal
Der "Wilder Robert" in der Nähe des Bahnhofes Nebitzschen

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